Arne Willander schreibt über die drei ultimativen Musikalben zur Weihnachtszeit. Für das vierte Türchen unseres Adventskalenders hat der Rolling Stone Redakteur Arne Willander, drei Weihnachtsplatten aus dem Regal gezaubert und stellt diese nun samt kurzer Empfehlungstexte vor:

Für Weihnachts-Skeptiker:

Bob Dylan: “Christmas In The Heart”

Zwar war Bob Dylan der Allerletzte, von dem man ein Weihnachtsalbum erwartet hatte – aber 2009 knödelte er zur bewährten Begleitung durch seine Schrammel-Band so sentimentale Klassiker wie “Little Drummer Boy” und “Winter Wonderland”. Später hieß es, Dylan habe das Geld gebraucht, um die Rechnungen seiner kaufsüchtigen Gattin zu begleichen.

Für Bildungsbürger:

Sting: “On A Winter’s Night …”

Der stets ums Ausgefallene bemühte Sting wandelte die Weihnachtstradition ab und veröffentlichte im Jahr 2009 einen Reigen von gediegenen Winterliedern, darunter auch zwei von ihm verfasste Stücke – und “The Hurdy-Gurdy Man” von Franz Schubert und Wilhelm Müller. Bei der Deutschen Grammophon.

Für alle:

Elvis Presley: “My Christmas”

Schon 1957 nahm Elvis ein Weihnachtsalbum auf. Er liebte Weihnachten: In Graceland versammelte er stets die Familie, und Geschenke machte er obsessiv. Auf dieser Compilation ist eine Auswahl von weihnachtlichen Liedern versammelt – und weil Elvis auch Gott liebte, gibt es auf der zweiten CD, “Peace”, Elvis’ schwülstige Gospel-Interpretationen.

Arne Willander ist neben Sebastian Zabel & Heiko Zwirner, Herausgeber von “Rolling Stone. Das Beste aus den ersten 20 Jahren”.